Gummiseilstart des SG-38

Ein Segelflugzeug kann an einem Gummiseil starten? Überzeugen Sie sich selbst und staunen Sie über die Ursprünge des Segelflugs.

Der Schulgleiter SG-38 ist seit 2017 Jahr in Nastätten zu Hause. Der Segler mit dem Kennzeichen D-5452 wurde im Jahr 1953 gebaut und hat ein Leergewicht von nur 113kg. Mit einer Spannweite von nur etwas mehr als 10 Metern ist der Segler relativ klein und vor allem sehr leicht. Am diesjährigen Fliegerfest haben Sie die Chance einen Gummiseilstart des SG-38 zu erleben - Seien Sie gespannt!

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Vielen Dank für die Bilder an ©Sven Vollert, ©Justus Künanz und ©Carolin Fuhr.

 

Die Geschichte des Schulgleiters D-5452: 

Mit dem Bau des SG38, D-5452 wurde Ende des Krieges 1944 begonnen. Fertiggestellt wurde er allerdings erst 1953 bei der Segelflugzeugbau Firma Schlaak aus Herford. Damals kostete er 1995,- DM. Sein erstes zu Hause war der Luftsport-Club Bayer Leverkusen und von 1955 - 1960  wurde er aktiv im Luftsportverein Aldekerk-Rahm betrieben. Danach wurde er nur noch ausgestellt.

Nach der Wiederentdeckung und Restauration 2005, konnte der Schulgleiter D-5452 im Jahr 2006 wieder in Ihr Element Luft entlassen werden.

Mit einer Gruppe Oldtimer Freunden aus Spitzerberg bei Wien betrieb Andi Baumann den SG38 bis 2016 und verkaufte Ihn Marcus Diehl und Thomas Eisenlohr. Beide fliegen im Aero-Club Nastätten, wo seit 2017 das neue Zuhause des D-5452 ist.

 

Allgemeine Geschichte des Typs "Schulgleiter-38"

Der Schulgleiter, kurz SG-38, wurde ab 1938 in der Schulung für Piloten eingesetzt und ist wohl eines der am weitesten verbreiteten Flugzeuge der Ära der Alleinflugausbildung in den vierziger Jahren.

Dieses Gleitflugzeug wurde in großer Stückzahl sowohl im Amateurbau als auch im Industriebau hergestellt und wurde hauptsächlich zur Anfängerschulung eingesetzt.

Auch beim Neuanfang des Segelfluges in den fünfziger Jahren begann man mit der Ausbildung auf solchen Schulgleitern.
Als Erbauer des Schulgleiters SG-38 gelten der Flugzeugbauer und Konstrukteur Edmund Schneider (Grunau-Baby), der Konstrukteur, Prüfer und Zöglingsexperte Rehberg sowie der Produktionsleiter und Segelflieger Ludwig Hofmann aus dem Flugzeugwerk Schneider in Grunau (Jezów Sudecki), nahe dem heutigen Jelenia Góra in Polen.

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Vielen Dank für die Bilder an ©Torsten Sauer.